Diese Talkrunde ist ein Gipfel der Nutzlosigkeit
Cicero, Ausgabe 12/2008 Fietz fragt Dirk Niebel, den Generalsekretär der FDP: Welche Hoffnungen setzt er in den Krisengipfel zur Bewältigung der Weltwirtschaftskrise, den die Bundeskanzlerin für den kommenden Sonntag zusammengerufen hat?„Diese Talkrunde ist ein Gipfel der Nutzlosigkeit“
von Martina Fietz
Fietz fragt Dirk Niebel, den Generalsekretär der FDP: Welche Hoffnungen setzt er in den Krisengipfel zur Bewältigung der Weltwirtschaftskrise, den die Bundeskanzlerin für den kommenden Sonntag zusammengerufen hat?
Am Sonntag empfängt die Bundeskanzlerin Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, um geeignete Maßnahmen zur Bewältigung der weltweiten Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise zu erörtern. Was erwarten Sie von dem Gespräch?
Diese Talkrunde ist ein Gipfel der Nutzlosigkeit, weil die Bundeskanzlerin ja schon in der Einladung und mehrfach öffentlich jede handfeste Entscheidung von vornherein ausgeschlossen hat.
Warum schließen Sie einen Erkenntnisgewinn von vorn herein aus?
Ich frage mich ernsthaft, was dort an neuen Erkenntnissen auf den Tisch kommen soll - für einen geselligen Abend im Kanzleramt jedenfalls ist die Lage zu ernst. Wer nichts entscheiden will, braucht auch keinen Gipfel einzuberufen.
Die FDP hat doch stark moniert, dass die Kanzlerin nichts tue. Nun sucht sie immerhin den Rat von Experten.
Wenn der dazu führen würde, dass am Sonntag echte Steuerentlastungen für alle beschlossen würden, wäre ich der Erste, der der Bundesregierung dazu gratuliert.










