Grußbotschaft an Lafontaine und Gysi
Kölnische Rundschau, 10.05.2009 „Grußbotschaft an Lafontaine und Gysi“Ihr Vorsitzender war auch auf dem Grünen-Parteitag - als Pappmachéfigur. Traute er sich nicht, selbst zu kommen?
Das war die Aktion eines Satire-Magazins, ein Abbild unseres Vorsitzenden dort herumzutragen. Es soll zu einigen aggressiven Reaktionen grüner Delegierter gekommen sein, die nicht meinem demokratischen Verständnis entsprechen, aber durchaus Bände sprechen.
„Grußbotschaft an Lafontaine und Gysi“
Dirk Niebel ist Generalsekretär der FDP. Claudia Lepping sprach mit ihm über den Grünen-Parteitag.
Ihr Vorsitzender war auch auf dem Grünen-Parteitag - als Pappmachéfigur. Traute er sich nicht, selbst zu kommen?
Das war die Aktion eines Satire-Magazins, ein Abbild unseres Vorsitzenden dort herumzutragen. Es soll zu einigen aggressiven Reaktionen grüner Delegierter gekommen sein, die nicht meinem demokratischen Verständnis entsprechen, aber durchaus Bände sprechen.
Sie sehen keine Annäherungen?
Der Grünen-Parteitag war eine Grußbotschaft an Lafontaine und Gysi - eine Einladung zu einer rot-rot-grünen Regierung. Ich sehe deshalb keine Möglichkeit der inhaltlichen Zusammenarbeit von Grünen und FDP.
Die Grünen können auch bürgerlich regieren. Warum verweigert sich die FDP der Ampel?
Ich stimme Ihnen zu, dass CDU und Grüne mit wirklich jedem regieren. Aber die Landeslisten von Grünen und SPD für die Bundestagswahl weisen auf eins sicher hin: Die Fraktionen werden deutlich linker sein als die jetzigen. Darum wird sich auch eine linke Regierung bilden, wenn die Bundestagswahl linke Mehrheiten möglich macht. Und deshalb muss die FDP stark werden: Um diesen Linksrutsch zu verhindern.
Sie setzen also voll auf Lagerwahlkampf?
Wir werden keinen Lagerwahlkampf führen - eben weil eine Stimme für die Union längst keine Stimme für eine bürgerliche Mehrheit ist, solange die Union weiter die Hintertür zur großen Koalition offen hält. Übrigens: Wenn vier FDP-Präsidiumsmitglieder an diesem Wochenende zeitgleich öffentlich erklären, mit der CDU regieren zu wollen, dann sollte die Union sich endlich auch ähnlich klar äußern. Ich fürchte allerdings, dass sich manche in der CDU-Spitze schon ganz gemütlich eingerichtet haben in der großen Koalition mit der SPD.










