Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und FDP-MdB aus dem Wahlkreis Heidelberg - Reden


''Effizienter, effektiver, sichtbarer!?'', 53. KfW-Fachgespräch zur Globalisierung, 18.05.2010

Effizienz und Wirksamkeit in der EZ der Bundesregierung

Es gilt das gesprochene Wort!

Eine Wirkung der neuen Entwicklungspolitik besteht schon mal darin, dass wir uns Fragen der Wirksamkeit wieder intensiver stellen. Ich finde das Thema gut formuliert, weil es um den entwicklungspolitischen Gesamtauftritt der Bundesregierung geht.

Es gibt in dem Zusammenhang zwei Grundwahrheiten:
1.    Die ODA-Kompetenz gehört ins BMZ! - unabhängig von der Reiselust mancher Kolleginnen und Kollegen.
2.    Auch andere Ressorts können Entwicklung fördern.

Der Koalitionsvertrag gilt für alle. Und er hat erstmals wieder ein eigenes Kapitel zur Entwicklungszusammenarbeit. Ich zitiere den einschlägigen Abschnitt. Leider kein Satz, mit dem ein Redner glänzen könnte - trotzdem zentral:
Wir wollen die Wirksamkeit der Entwicklungspolitik steigern und sie durch eine Schärfung des Profils, Akzentuierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, klare nationale und internationale Arbeitsteilung nach den Prinzipien der Erklärung von Paris, Steigerung der Kohärenz sowie durch eine effizientere Gestaltung der bilateralen, multilateralen und europäischen Organisationsstrukturen und Instrumente neu ausrichten.

Das Entscheidende mit meinen Worten:
•    Wirksamkeit steigern durch schärferes Profil
•    Bessere Zusammenarbeit mit der Wirtschaft
•    Bessere Arbeitsteilung der Geber
•    Kohärenz zwischen Außen-, Entwicklungs- und Außenwirtschaftspolitik
•    Auflösung von Doppelstrukturen in Regierung und Durchführung, sprich Reform des Vorfeldes, effizientere Organisationsstrukturen und Instrumente. So werden die Steuerungsfähigkeit des BMZ und die Außenstruktur verbessert.

Gesetz über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2010

Kurzintervention, Auszug aus der Rede des Deutschen Bundestages vom 17.03.2010

Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt:

Der Abgeordnete Niebel erhält das Wort zu einer Kurzintervention.

Dirk Niebel (FDP):

Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Da hier mehrfach die entwicklungspolitische Kompetenz der von mir eingestellten Kolleginnen und Kollegen bestritten worden ist, möchte ich einige wenige Daten aus deren Lebensläufen zum Besten geben:

Derjenige, der die Einheit für die Durchführung der Organisationsreform leitet, war von 2004 bis 2010 selbstständiger Berater bei InWEnt, CIM, GTZ und sonstigen. Von 2006 bis 2010 war er Trainer bei InWEnt. Von 1998 bis 2003 war er Regierungsberater für Politikund Verwaltungsreformprozesse in Äthiopien. Von 1993 bis 1996 war er Regierungsberater für Politik und Verwaltungsreformprozesse in Ecuador. Der völlig unbekannte und entwicklungspolitisch unbedarfte Abteilungsleiter 2 war nicht nur Mitarbeiter des Instituts für Entwicklungspolitik und Entwicklungsforschung der Universität Bochum, sondern ab 1988 auch entsandter Projektleiter einer politischen Stiftung, zunächst
in Peru, dann in Kolumbien. Er war auch für weitere Länder zuständig. Ab 1996 war er Leiter des Regionalbüros Mittel-, Südost- und Osteuropa. Von 2002 bis 2007 war er Leiter der Programme in Lateinamerika. Danach war er in der Zentrale der Stiftung für das gesamte Auslandsportfolio zuständig.
Gesetz über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2010

Rede im Deutschen Bundestag, 17.03.2010

Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt: Das Wort hat der Bundesminister Dirk Niebel.
(Beifall bei der FDP)

Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren!

Zuallererst möchte ich den Kolleginnen und Kollegen des Haushaltsausschusses, insbe- sondere Frau Hinz, Herrn Klein, Herrn Binding, Herrn Koppelin und nicht zuletzt Herrn Bartsch, danken für die kooperative Zusammenarbeit und für das Verständnis, das dafür sorgte, dass es in der Bereinigungssitzung insbesondere zu früher Morgenstunde noch bestimmte, wichtige Entscheidungen gegeben hat. Allerdings würde ich mir wünschen, dass die Erinnerung an die Zeit in politischen Jugendorganisationen, wo die wichtigsten Entscheidungen auch immer erst morgens getroffen wurden, in Zukunft aus dem Haushaltsausschuss verbannt wird.


16.03.2010, PG

Grußwort ''Africa meets Business''

Es gilt das gesprochene Wort!

Sehr geehrte Damen und Herren,
„Hilfe ist wunderbar. Wohltätigkeit großartig - aber sie wirken nur wie Aspirin. Aspirin wird Afrika nicht entwickeln, sondern bestenfalls die Schmerzen lindern. Was wir brauchen, ist mehr Business in Afrika.” Ich hoffe, ich bin nicht der einzige, der dieses Zitat des Pioniers des Mobilfunks Dr. Mohamed Ibrahim kennt – und gut findet.

05.02.2010

Einweihung Straßenabschnitt Ompundja - Eheke

 Message at the
Ceremony for the Restoration of the
Ompundja-Eheke Road Section
Namibia, 5 February 2010

Zum Grußwort in Englisch mit deutscher Übersetzung

24.02.1020

''Vielfalt gestalten - Impuls für Entwicklung'', Auftaktveranstaltung zum Jahresthema der KfW und GTZ

Es gilt das gesprochene Wort!

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen.
Dass in diesem Jahr erstmals GTZ und KfW Entwicklungsbank gemeinsam ein entwicklungspolitisches Jahresthema gestalten, begrüße ich ausdrücklich. Zunehmende Zusammenarbeit ist für mich, wie Sie wissen, zukunftsweisend.
Das Thema, das Phantasien und Kräfte in einer Weise beflügelt, die uns über dieses Jahr hinaus trägt, lautet: „Vielfalt als Impuls für Entwicklung“. Ich bin gebeten worden, einen Schwerpunkt meiner Eröffnungsrede auf den Zusammenhang von Biodiversität und Welternährung zu legen. Ich will das gerne tun.
Aber ich möchte das einbetten in die Neuorientierung, die wir vorgenommen haben. Mir ist der elementare Zusammenhang wichtig, in dem die Biodiversitätsdebatte mit der Entwicklungspolitik steht. Wenn ich die erfolgte Neuorientierung mal etwas salopp formulieren darf, dann würde ich sagen: Natürlich bleibt Armut ein Thema, aber so, dass die Potentiale im Vordergrund stehen. Natürlich muss bei Katastrophen zunächst Nahrungs-Nothilfe geleistet werden. Dabei kann es aber nicht bleiben. Wir müssen so schnell wie möglich Hilfe zur Selbsthilfe leisten.

04.02.2010

Message at the Topping for Ohorongo Cement

Check against delivery!

It is a particular pleasure for me that my second visit to Africa has taken me to Namibia – a country with which Germany has special ties. Thank you for the wonderful opportunity to be here today. Germany is a reliable partner for Namibia. Namibia and Germany have engaged in development cooperation for 20 years now. That cooperation is characterized by friendship, trust, and excellent collaboration – but also by Germany’s special responsibility.


Gesetz über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2010

Rede im Deutschen Bundestag, 20.01.2010

Auszug aus dem Protokoll des Deutschen Bundestages am 20.01.2010

Vizepräsidentin Petra Pau: Weitere Wortmeldungen zu diesem Einzelplan liegen nicht vor.

Wir kommen damit zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammen­arbeit und Entwicklung, Einzelplan 23.

Das Wort hat der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel.


Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wenn man den Schmerz und die Verzweiflung der Menschen in Haiti sieht, fällt es wohl keinem von uns leicht, einfach zur Tagesordnung überzugehen. Irgendjemand hat gesagt, die Zustände seien geradezu apokalyptisch. Ich glaube, das trifft es sehr gut. Deswegen bin ich mir sicher, dass alle Mitglieder dieses Hauses der Überzeugung sind, dass schnell, solidarisch und vor allem wirksam geholfen werden muss.
Rede im Deutschen Bundestag

Bundestag, Klimakonferenz in Kopenhagen, 03.12.2009

Auszug aus dem Protokoll der 9. Sitzung
des Deutschen Bundestages am 03.12.2009

Rede von Dirk Niebel,
Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung,
zum Tagesordnungspunkt Klimakonferenz in Kopenhagen

Präsident Dr. Norbert Lammert:

Das Wort erhält nun der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel.

(Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)
Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Lieber Herr Kelber, vielen Dank für die nette Vorlage. Ich kann Ihnen versichern, dass das gesamte Kabinett die Hosen anlassen wird.

Wir alle wissen, dass der Klimaschutz eine globale Herausforderung ist, und wir wissen vor allen Dingen auch, dass insbesondere die Entwicklungsländer betroffen sind. Klimaschutz und Entwicklungszusammenarbeit sind überhaupt nicht voneinander zu trennen.

Entwicklungszusammenarbeit

Bundestag, Regierungserklärung, 10.11.2009

Vizepräsidentin Gerda Hasselfeldt:
Nun erteile ich das Wort für die Bundesregierung Herrn Bundesminister Dirk Niebel.

(Beifall bei der FDP sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU – Zurufe von
der LINKEN und vom BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wer den Koalitionsvertrag genau gelesen und wer der Regierungserklärung der Frau Bundeskanzlerin genau zugehört hat, wird feststellen, dass diese neue Regierung der Mitte die Entwicklungszusammenarbeit ausdrücklich aufwertet.

Bund Katholischer Unternehmer, Haus der Deutschen Wirtschaft

Mikrofinanz vor neuen Herausforderungen, 06.11.2009


Mikrofinanz vor neuen Herausforderungen

Berlin, 6. November 2009
Haus der Deutschen Wirtschaft

Es gilt das gesprochene Wort!

Sehr geehrter Herr Professor Yunus,
liebe Frau Dött,
sehr geehrte Damen und Herren,

Ich möchte mich beim Bund der Katholischen Unternehmer und bei den Mitveranstaltern ganz herzlich für die Einladung bedanken. Heute ist mein erster öffentlicher Auftritt als Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland. Und ich freue mich aus zweierlei Gründen ganz besonders, hier bei Ihnen sprechen zu dürfen:


Antrittsrede BMZ, 28.10.2009

Antrittsrede als Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Berlin, 28. Oktober 2009

Es gilt das gesprochene Wort!

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

liebe Frau Heidemarie Wieczorek-Zeul,

ich danke Ihnen für Ihre langjährige Arbeit in diesem Haus.

Sie haben mit Ihrem Engagement dazu beigetragen, dass das BMZ ein neues Gewicht in der Bundespolitik erhalten hat. Persönlich danke ich Ihnen für die unkomplizierte Übergabe und wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute.

Sie halten Walter Scheel in Ehren. Sie, Frau Wieczorek-Zeul, haben Walter Scheel und die Anfänge der deutschen Entwicklungspolitik mit einer eigenen Publikation gewürdigt. Sie haben Walter Scheel damit zu seinem 90. Geburtstag im Juli diesen Jahres gratuliert. Dafür möchte ich Ihnen ausdrücklich danken. Das zeigt auch über Parteigrenzen hinweg den wichtigen und notwendigen Respekt zwischen den demokratischen Parteien in Deutschland, und jenseits politisch anderer Überzeugungen bekenne auch ich mich ausdrücklich zu diesem Respekt für Ihre langjährigen Leistungen.



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